Kultur mit Ausblick: Kabarett, Performance und Harfenmusik in Heringhausen

Leichenschmaus, Spaziergang mit Straßenlaterne, Dialog mit Alltagsmasken und Harfenmusik unterm Tannenbaum: Bei der Veranstaltung Erinnerungssplitter – Heringhausen blickt zurück“ im Rahmen der Reihe „Kultur mit Ausblick“ am Samstag, 10. Dezember, zeigt der Bestwiger Ortsteil sich von seiner vielfältigsten Seite.

Ob Kabarett, Performance oder Märchenlesung mit Musik, ob partizipatives Kunstprojekt mit Alltagsmasken und Plexiglas oder plattdeutscher Wegekreuze-Spaziergang: Stets geht es um Gesichter, Geschichten, Anekdoten, ein Gefühl von Zuhause.

Die Veranstaltungen im Überblick:

Anke Kemper – Leichenschmaus:

Hermanns Tante, das Tresken, ist tot und was man so alles auf einer Beerdigung erlebt, darüber weiß Kaulmanns Hermann Seine zu berichten. Schonungslos erzählt Anke Kemper Geschichten, die das Leben schreibt … alles gewürzt mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor. Der Eintritt für die Veranstaltung im Gasthof Nieder beträgt 10,50 Euro (inkl. Kaffee- und Kuchengedeck). Anmeldungen nimmt Anne Wiegel, Mitarbeiterin der Kreis- und Hochschulstadt Meschede, unter Tel. 0291/205-164 entgegen.  

Wegekreuze-Spaziergang mit dem Plattdeutschen Arbeitskreis Velmede und Ortsheimatpfleger Uwe Mertens:

Wegekreuze sind an besonderen Orten zu finden und wurden häufig als Zeichen der Dankbarkeit oder als Erinnerung für überstandene schwere Zeiten oder Gefahren bzw. Unglücksfälle oder auch einfach nur als Erinnerung an uns bedeutende und liebgewonnene Menschen errichtet. Dabei hat jedes Kreuz seine ganz eigene Geschichte. Geschichten, die Ortsheimatpfleger Uwe Mertens kennt und von denen er bei diesem Wegekreuze-Spaziergang erzählen möchte. Erinnert werden soll außerdem an eine Sprache, die das Sauerland über Jahrhunderte geprägt hat, die aber heute aus dem Alltag nahezu verschwunden ist: das Sauerländer Platt. Start ist am 10. Dezember um 13.30 Uhr am Gasthof Nieder in Heringhausen.

Präsentation Graffiti-Projekt und Alltags(Masken)Dialoge:

Gemeinsam mit der Rapschool NRW haben Jugendliche im vergangenen Jahr Farbe ins Spiel und ein Kunstwerk aus der Dose an die Wand eines Heringhauser Stromhäuschens (Ecke Gevelinghauser/Bestwiger Straße) gebracht. Zeit, am 10. Dezember um 15.00 Uhr das Werk aus der Nähe zu betrachten…

Von da aus geht es in die Schützenhalle Heringhausen, wo die partizipative Arbeit „Alltags(Masken)Dialoge“ von Liska Schwermer-Funke präsentiert wird. Sie hat ein eigensinniges Objekt aus Heringhauser Alltagsmasken und Plexiglaselementen erstellt. Ein weiteres zentrales Element der Arbeit: Gespräche über persönliche Erlebnisse hinter und mit der Maske. All ihre „Materialgaben“ und Erzählungen hat die Künstlerin verdichtet und zu einer Sound-Collage und einem vielschichtigen kollektiven Erinnerungsobjekt transformiert.

Jan Philip Scheibe – Shouldered Street Light

In der Nähe des Elternhauses des Künstlers Jan Philip Scheibe stand eine Straßenlaterne. Die Straßenlaterne war immer Symbol für die Heimatlandschaft und Anker gleichermaßen. Der Künstler hat die Straßenlaterne in Gedanken abgesägt und trägt sie seither auf der Schulter mit sich herum. Seine Reise führt ihn seit 2009 stetig weiter. Von Hamburg auf die Bergman-Insel Fårö, ins schwedische Fjällgebiet über Island zurück nach Spiekeroog, dann weiter bis nach Lanzarote – und jetzt nach Heringhausen. Die begangenen Orte werden zur temporären Künstlerheimat. Dörfer werden zu Künstlerdörfern, Landschaften zur Kunstlandschaft. In der Erinnerung des Künstlers. In der Erinnerung der Betrachter. Treffpunkt für diese besondere Performance ist um 17.00 Uhr am Sportheim in Heringhausen.  

Unterm Weihnachtsbaum – Märchen, Harfe, Tannenbäume:

Weihnachtsmusik, Essen und Getränke erwarten die Besucherinnen und Besucher ab 18.30 Uhr an der Schützenhalle. Denn in Heringhausen weihnachtet es ganzjährig, ist doch der Bestwiger Ortsteil die „Hauptstadt der Weihnachtsbäume“ in der Region. So verwandelt sich der Platz vor der Schützenhalle in ein Wintermärchen. Zahlreiche Vereine werden kreativ und gestalten ihren Traum-Baum – einfach himmlisch. 
Die perfekte Atmosphäre für den märchenhaften Auftritt von Dorothea Bach. Mit Harfenmusik von Sylvia Woods und dem Märchen „Der Tannenbaum“ von Hans Christian Andersen bringt sie nicht nur Kinderaugen zum Leuchten. 

Stadtlichtung

Und dann ist da noch eine wilde Bande leuchtender „Strichmännchen“, die durch das nächtliche Heringhausen streift. Sie sind das Ergebnis des Workshops „Stadtlichtung“ mit Künstler Jan Philip Scheibe, der vom 7. bis 9. Dezember von 15.30 Uhr bis 18.00 Uhr im Pfarrheim in Heringhausen stattfindet. Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren haben die Möglichkeit, beim kostenfreien Workshop einen leuchtenden LED-Anzug zu gestalten. Anmeldungen nimmt Sandra Fischer, Mitarbeiterin der Gemeinde Bestwig, unter Tel. 02904/987 105 oder per E-Mail an sandra.fischer@bestwig.de  

Im Zentrum der Reihe „Kultur mit Ausblick“ der Kommunen Meschede und Bestwig stehen dezentrale Projekte in den Ortsteilen. Das Projekt wird im Rahmen von Regionales Kultur Programm NRW gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und unterstützt durch die Volksbank Sauerland eG sowie Kultur Pur in Bestwig e.V. und Dorfgemeinschaft Heringhausen e.V.  

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